Autor: cudina

  • Elternunterhalt und Sozialhilfe

    Was Sie zahlen müssen. Als Fachanwältin für Familienrecht begegnet mir immer wieder eine zentrale Sorge meiner Mandanten: die Befürchtung, für die eigenen Eltern Unterhalt zahlen zu müssen, sobald diese Sozialleistungen wie Hilfe zur Pflege oder Grundsicherung beantragen. Aber glücklicherweise schützt die Einkommensgrenze die meisten Angehörigen vor Forderungen des Sozialamtes. Ich möchte versuchen, Ihnen einfach zu…

  • Testierfähigkeit und Demenz

    Grundlagen der Testierfähigkeit Testierfähigkeit ist ein Mensch, wenn er die Fähigkeit besitzt, ein rechtlich wirksames Testament zu errichten, zu ändern oder zu widerrufen. Sie ist eine spezielle Form der Geschäftsfähigkeit, die im § 2229 BGB geregelt ist. Grundsätzlich tritt die Testierfähigkeit mit der Vollendung des 16. Lebensjahres ein. Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren benötigen…

  • Gemeinsames Sorgerecht mit Auslandbezug

    Aktuelle Entscheidung des OLG Karlsruhe (Az. 20 WF 49/25) In Zeiten globaler Vernetzung stellen sich viele Eltern die Frage: Was passiert mit dem gemeinsamen Sorgerecht, wenn ein Elternteil ins Ausland zieht? Bisher wurde oft argumentiert, dass das Sorgerecht dann „ruhen“ müsse, da eine Mitentscheidung aus der Ferne nicht möglich sei. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat dazu nun…

  • Lebensmittelpunkt des Kindes und Sorgerecht

    Wenn Eltern sich trennen, ist die wichtigste Frage oft: Wo verbringt das Kind seine Zeit? Bisher führte dies oft zu erbitterten Kämpfen um das Sorgerecht, um den Aufenthalt des Kindes festzulegen. Die aktuelle Rechtsprechung (u. a. OLG Frankfurt a. M., Az. 6 UF 134/25) bringt hier eine wichtige Klarstellung, die viele Verfahren vereinfachen wird. Bisher wurde…

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    Düsseldorfer Tabelle 2026

    Link zur Düsseldorfer Tabelle 2026 Bedeutung: Für jeden, der mit Unterhaltsfragen konfrontiert ist, ist die „Düsseldorfer Tabelle“ ein zentrales Dokument. Sie scheint auf den ersten Blick klar und übersichtlich zu sein. Doch die meisten Menschen kennen nur die Zahlenkolonnen. Viele wichtige Details sind nämlich in den Anmerkungen und Leitlinien verborgen. Hier dazu einige Informationen: Viele…

  • Kindesunterhalt – Folgen großer Einkommensunterschiede

    Laut OLG Dresden kann der betreuende Elternteil voll haften, wenn er etwa dreimal so viel verdient wie der nicht betreuende Elternteil. Die Einkommensverhältnisse betreuender Elternteile könnten so an Bedeutung gewinnen. Der die Kinder betreuende Vater verdient als Arzt deutlich mehr als die an sich barunterhaltspflichtige Mutter. Er erzielt etwa das Dreifache dessen, was die barunterhaltspflichtige…

  • Altersvorsorge und Elternunterhalt

    Zinseinkünfte und die ersparte Miete bei Wohnen im eigenen Haus erhöhen die Leistungsfähigkeit für Elternunterhalt. Vermögen ist für Elternunterhalt einzusetzen, soweit der eigene angemessene Unterhalt nicht gefährdet ist. Für eine zusätzliche Altersvorsorge kann ein Erwerbstätiger grundsätzlich 5 % seines Bruttoeinkommens für die gesamte Zeit ab dem Beginn seiner Erwerbstätigkeit verwenden. In welcher Form Altersvorsorge betrieben…

  • Begleiteter Umgang

    Der begleitete Umgang kommt in der Praxis sehr häufig vor. Er wird dann anzuwenden sein, wenn ein unbegleiteter Umfang das Kindeswohl gefährden würde. Der in der Praxis häufigste Fall, in dem der begleitete Umgang angeordnet wird, ist bei einer bestehenden Entfremdung. Häufig wird der Umgang dann bei Institutionen, wie dem Kinderschutzbund durchgeführt, der kindgerechte Räume…

  • Ablehnung des Umgangs durch das Kind

    Begleiteter Umgang – Kind weigert sich Sehr häufig in der Praxis erlebt man als Anwalt den Fall, dass ein Kind den Umgang mit dem anderen Elternteil, bei dem es nicht lebt, ablehnt. Diese Konstellationen sind menschlich, kinderpsychologisch und insbesondere juristisch sehr schwer zu bewältigen. Ein wesentlicher Aspekt bei der Prüfung des Kindeswohls ist der Kindeswille….

  • Einschränkung des Umgangsrechts

    Das Gericht kann durch bestimmte Maßnahmen anordnen, dass der Umgang eingeschränkt wird, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Ein gänzlicher Ausschluss für längere Zeit setzt allerdings eine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Für eine kurzfristige Einschränkung des Umgangs bedarf es keiner nachgewiesenen Gefährdung des Kindes. Die Gründe müssen aber ein gewisses Gewicht haben. In Betracht kommen…