Testamentsvollstreckung

Im Rahmen eines Testaments kann ein Erblasser eine Testamentsvollstreckung anordnen.

Damit sichert sich der Erblasser einen Einfluss auf die Entwicklung nach seinem Tod, da der Testamentsvollstrecker quasi sein „verlängerter Arm“ sein wird.

Der Testamentsvollstrecker unterliegt keinerlei Weisungen und muss den mutmaßlichen Willen des Erblassers erfüllen.

Für seine Verfügungen benötigt er weder die Zustimmung der Erben, noch der des Nachlassgerichts.

Eine Absetzung können die Erben nur beantragen, wenn sie nachweisen, dass der Testamentsvollstrecker in grober Weise seine Pflichten verletzt.

Eine Testamentsvollstreckung ist für Teile des Nachlasses oder auch für den gesamten Nachlass möglich.

Ein Testamentsvollstrecker kann sogar Grundstücke veräußern, ohne dass hierzu die Zustimmung der Erben notwendig wäre. Schenkungen darf er allerdings nicht vornehmen.

Sehr häufig werden Testamentsvollstreckungen von Unternehmern angeordnet, nämlich dann, wenn die erbenden Familienangehörigen mit der Firma zuvor nicht viel zutun hatten oder sich hier auch nicht einbringen möchten.

Eine Testamentsvollstreckung endet, wenn der Testamentsvollstrecker verstirbt, sein Amt kündigt, aus wichtigem Grund vom Nachlassgericht entlassen wird oder seine Tätigkeit erledigt ist.

Kategorie: Testament