Ersatzerbe

Der Erblasser kann für den Fall, dass ein zunächst von ihm eingesetzter Erbe wegfällt, einen Ersatzerben berufen.

Dieser Ersatzerbe tritt dann an die Stelle des ursprünglich vorgesehenen Erben. Der Ersatzerbe wird aber nur Erbe, wenn er zum Zeitpunkt des Erbfalles lebt, und nicht seinerseits ausschlägt. Außerdem muss der ursprünglich vorgesehene Erbe weggefallen sein.

Das kann z. B. vor dem Erbfall geschehen durch Tod oder Erbverzicht.

Später kann es sich handeln um Ausschlagung, Nichtigkeit, wirksame Anfechtung oder Widerruf der letztwilligen Verfügung oder Erbunwürdigkeitserklärung.

Hat der Erblasser z. B. einen seiner Abkömmlinge, als Erbe eingesetzt, der Abkömmling jedoch vorverstirbt, so gilt im Zweifel, dass dessen Abkömmlinge wiederum seine Ersatzerben sein sollen.

Verstirbt der eigentliche Erbe nach dem Erbfall, so geht der Ersatzerbe natürlich leer aus.

Dies gilt deshalb, da der ursprünglich vorgesehene Erbe den Erbfall erlebt hat, wodurch er nach dem er den Nachlass geerbt hat, diesen wiederum seinen eigenen Erben vererbt.